Deutscher Radiopreis: Udo Lindenberg live in Hamburg

Deutscher Radiopreis: Udo Lindenberg bei Jubiläumsgala

Musiker Udo Lindenberg © Warner Music / Tine Acke Foto: Tine Acke

Udo Lindenberg präsentiert beim Radiopreis zwei Songs.

Er macht sein Ding und er macht es besser denn je: Udo Lindenberg. Seit seinem Comeback-Album von 2008 schwimmt der Panikrocker auf einer regelrechten Erfolgswelle. Am 25. September feiert der Kultmusiker mit dem Schlapphut und der Sonnenbrille nun mit dem Deutschen Radiopreis Geburtstag. Die Auszeichnung wird in diesem Jahr zum zehnten Mal verliehen. Neben Udo Lindenberg gratulieren dem Deutschen Radiopreis auch Musiklegende Herbert Grönemeyer, die deutschen Hörer-Lieblinge Mark Forster, Lena und Nico Santos sowie die britische Kultband Simply Red zum Jubiläum. Die rund 1.400 Gala-Gäste in der Hamburger Elbphilharmonie dürfen sich außerdem auf den Auftritt von Starpianistin Khatia Buniatishvili freuen. Als Ehrengast wird Moderatorin Barbara Schöneberger Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier begrüßen können.

Gala 2019

Zehn Jahre Radiopreis: die Gala und ihre Stars

Lindenberg: "Radio war mein Fenster zur Welt"

Udo Lindenberg ist dem Radio seit jeher eng verbunden. Wie gebannt verfolgte der junge Udo Ende der 50er-Jahre im westfälischen Gronau die wenigen Sendungen mit moderner Musik. Diesen ersten Kontakt beschreibt Udo Lindenberg im Interview für den Deutschen Radiopreis als "Erweckungserlebnis". Eine Begeisterung, die bis heute anhält und die sich sogar in seinen Liedern wiederfindet. In "Radio Song" suchte Udo Lindenberg schon 1976 nach seiner verschollenen Jugendliebe. Und tatsächlich soll das Unplugged-Remake des Titels mit Andreas Bourani vor Kurzem die Suche zu einem erfolgreichen Ende gebracht haben: "Und dann rief die tatsächlich an. Wir haben uns dann wieder getroffen nach all den Jahrzehnten. Das war absolut wunderbar. Und es lief über das Radio", freut sich Udo Lindenberg.

Zur Gala in der Elbphilharmonie hat er den Erfolgstitel "Stärker als die Zeit“ und die neue Single "Niemals daran gezweifelt" im Gepäck. Für Udo Lindenberg ist es bereits der dritte Auftritt beim Deutschen Radiopreis. 2015 überreichte er als Überraschungsgast die Auszeichnung für die "Beste Programmaktion". Drei Jahre zuvor stand der Panikpräsident selbst ganz im Mittelpunkt der Gala, als ihn der Radiopreis-Beirat mit der Auszeichnung für sein Lebenswerk ehrte.

Pianistin Buniatishvili: "Ich bin stolz dabei zu sein"

Musikerin Khatia Buniatishvili (Pressefoto) © Sony Music / Ester Haase Foto: Ester Haase

Khatia Buniatishvili spielt bei der Radiopreis-Gala Schubert.

Auch Khatia Buniatishvili fiebert dem Auftritt in der Elbphilharmonie entgegen. Die Ausnahmepianistin aus Georgien reizt dabei sowohl die Zusammenarbeit mit den übrigen Rock- und Popkünstlern als auch das spektakuläre Hamburger Konzerthaus: "Natürlich ist es eine Ehre, bei dieser großen Show mitmachen zu können. Das Schöne ist, dass internationale Künstler gemeinsam das deutsche Radio feiern. Ich bin stolz, dabei zu sein." Schon als Jugendliche wurde Khatia Buniatishvili in Europa und den USA für ihre freie und lebendige Interpretation klassischer Werke gefeiert. Aktuell konzentriert sie sich bei ihrem Spiel auf die Werke von Komponisten wie Franz Schubert und Franz Liszt. Bei der Radiopreis-Gala präsentiert sie ein Stück von Chopin, Etüde Nr. 12 op.10.

Nominierte fiebern Entscheidung entgegen

Wenige Tage vor der Radiopreis-Gala stehen nun auch alle Finalisten fest. Die unabhängige Jury hat aus den mehr als 440 Bewerbungen in jeder Kategorie jeweils Nominierte ausgewählt. Besonders begehrt ist in diesem Jahr die Auszeichnung für den "Besten Podcast". Sie wird im Jubiläumsjahr zum ersten Mal verliehen. Hier hat die Jury Bewerbungen ausgewählt, die durch besonders kreative Erzählformen auffallen und die Stärken des Radios nutzen.

Mark Forster mit dem Deutschen Radiopreis © NDR

Radiopreis: Musik-Stars gratulierten zum Jubiläum
Am 25. September feierte der Deutsche Radiopreis sein zehnjähriges Jubiläum. Lukas Graham, Rea Garvey und viele weitere Musikstars gratulierten zum Geburtstag.

Im Finale steht SWR3 mit einer Podcast-Serie, die die Geschichten und Funfacts hinter bekannten Popsongs beleuchtet. ANTENNE BAYERN hofft mit dem True-Crime-Format "Geheimakte Peggy" auf eine Auszeichnung. Und NDR Info hat die Jury mit einer Serie über das Leben seiner Korrespondenten in Singapur neugierig gemacht. Lena Bodewein, Holger Senzel und Sohn Jonny lassen die Hörerinnen und Hörer am Familien- und Reporter-Alltag in der Metropole teilhaben. Holger Senzel ist außerdem in der Kategorie "Beste Reportage" nominiert.

Sebastian Pasutti und Annika Sesterhenn vom Berliner Rundfunk 91.4 © Berliner Rundfunk 91.4

Sebastian Pasutti und Annika Sesterhenn gehen für den Berliner Rundfunk 91.4 ins Rennen.

Auch SWR3 hat Chancen auf eine weitere Auszeichnung. Vier Jahre nach dem Sieg in der Kategorie "Bestes Nachrichten- und Informationsformat" ist der "SWR3 Report" erneut nominiert. Dieses Mal mit einer Ausgabe zum Umgang mit Fake News. Der Berliner Rundfunk 91.4 und Deutschlandfunk Nova haben es jeweils mit Magazinen ins Finale geschafft, die den Hörern zum Feierabend die wichtigsten Ereignisse des Tages unterhaltsam und übersichtlich zusammenfassen.

Die Entscheidung in der Kategorie "Bestes Interview" fällt zwischen Bremen Zwei, NDR Kultur und MDR Aktuell. MDR-Reporterin Julia Kastein hat sich mit einem Gespräch mit dem Oberbürgermeister von Bautzen für das Finale qualifiziert. Darin arbeitet sie den Brand in einer Flüchtlingsunterkunft und die Folgen für die Stadt auf. Alexander Solloch von NDR Kultur hat es mit einem Interview mit einem Überlebenden des Anschlags auf das Satire-Magazin "Charlie Hebdo" unter die besten Drei geschafft. Und Mario Neumann von Bremen Zwei ist für ein Interview-Format nominiert, bei dem Menschen aus dem Alltag und ihre Geschichten im Mittelpunkt stehen.

Marcus Fahn von BAYERN 1 © BR/Markus Konvalin Foto: Markus Konvalin

Marcus Fahn gehört zu den Finalisten in den Kategorie "Bester Moderator".

Im Finale um die Auszeichnung als "Bester Moderator" stehen Morgen-Moderator Marcus Fahn von BAYERN 1, Dirk Wagner von hr-INFO und Steffen Lukas von RADIO PSR. Letzterer konnte 2016 schon einmal über den Deutschen Radiopreis für die "Beste Comedy" jubeln.

Wer nun am 25. September über den Deutschen Radiopreis jubeln darf, erfahren die Nominierten erst wenn sie von Laudatoren wie Schauspieler Jörg Schüttauf und Schriftstellerin Dörte Hansen auf die Galabühne gerufen werden. Auch Managerin Julia Jäkel, Schauspielerin Andrea Sawatzki und Regisseur Sönke Wortmann überreichen die Auszeichnungen in diesem Jahr.

Radiopreis-Gala live verfolgen

Unmittelbar nach den letzten Vorstellungen beginnt am Wochenende der aufwendige Umbau der Elbphilharmonie. Mit unzähligen Scheinwerfern, Kameras und kilometerlangen Kabeln verwandeln die Techniker das Konzerthaus in die Kulisse für eine glamouröse Gala. Um die Show für Radiohörer im ganzen Land erlebbar zu machen, bauen sie ein gläsernes Studio direkt über der Bühne auf. Hier werden Birgit Hahn und Sebastian Winkler die Gala verfolgen und deutschlandweit live auf vielen Radioprogrammen kommentieren. Die Dritten Programme der ARD zeigen die Gala zeitversetzt im Fernsehenn. Online können Musik- und Radiofans die Gala auf dieser Website ebenso im Livestream erleben wie zuvor die Ankunft der Gäste und Stars. Die Übertragung vom roten Teppich beginnt um 18.30 Uhr.

Stand: 24.09.19 13:00 Uhr