Die Preiskategorien beim Deutschen Radiopreis 2019

Die Preiskategorien beim Deutschen Radiopreis

Gewinner in der Kategorie © Deutscher Radiopreis / Morris Mac Matzen Foto: Morris Mac Matzen

2018 ging die Auszeichnung "Beste Moderatorin" an Kaya Lass von Antenne Niedersachsen.

Der Deutsche Radiopreis ist die wichtigste Auszeichnung für Radiomacher in Deutschland - wer ihn gewinnt, hat mit seinen Leistungen Maßstäbe gesetzt. Seit 2010 zeichnet die unabhängige Radiopreis-Jury beim Grimme-Institut herausragende Produktionen aus. Ob Comedy, Moderation oder Interview - die Expertinnen und Experten haben ein Ohr für ganz besondere Sendungen und Beiträge. 2019 werden mit dem Deutschen Radiopreis besondere Leistungen in insgesamt zwölf Kategorien prämiert:

Bester Podcast

Ausgezeichnet werden können einzelne Beiträge oder mehrere Folgen eines Podcasts, die durch besondere Erzählformen und eine dramaturgisch interessante Umsetzung überzeugen. Dabei kann die gesamte Bandbreite der Themen und Formate berücksichtigt werden. Der Podcast kann eine thematische Umsetzung im Radio ergänzen, muss aber nicht zwingend im linearen Programm ausgestrahlt worden sein. Die technische Gestaltung nutzt die Möglichkeiten und Stärken des Mediums. Zugelassen sind nur Podcasts, die über die gängigen Ausspielwege kostenlos abrufbar sind und im Wettbewerbsjahr veröffentlicht wurden.

Beste Comedy

Ausgezeichnet werden können originär für das Radio entwickelte und gestaltete Formate mit Witz und Humor, die alles bieten, was Spaß macht: Das Spektrum reicht von Primetime-Comedy, politischer Satire und Sketches über humoristische Aktionen bis hin zu humoristischen Serien.

Beste Moderatorin

Ausgezeichnet werden kann die Radiomoderatorin mit besonderen Moderationsqualitäten, die auch Identifikationsfigur des jeweiligen Senders ist. Sie überzeugt durch professionelle Performance: mit Kompetenz, Kreativität, Spontaneität, Witz, Hörernähe, Emotionalität und gewinnender Stimme; sie schafft Aufmerksamkeit für Themen und hilft, diese einzuordnen. Aufgeschlossen für die Stimmung ihrer Hörer trägt sie wesentlich zur Programmbindung bei und begeistert in der Summe ihrer Fähigkeiten für das Medium Radio.

Bester Moderator

Ausgezeichnet werden kann der Radiomoderator mit besonderen Moderationsqualitäten, der auch Identifikationsfigur des jeweiligen Senders ist. Er überzeugt durch professionelle Performance: mit Kompetenz, Kreativität, Spontaneität, Witz, Hörernähe, Emotionalität und gewinnender Stimme; er schafft Aufmerksamkeit für Themen und hilft, diese einzuordnen. Aufgeschlossen für die Stimmung seiner Hörer trägt er wesentlich zur Programmbindung bei und begeistert in der Summe seiner Fähigkeiten für das Medium Radio.

Beste Morgensendung

Ausgezeichnet werden können alle moderierten Sendestrecken in der "Primetime" des Radios, sofern sie in herausragender Weise beispielhaft sind für eine Kernkompetenz des Mediums: auf kreative und kompetente Art die Hörerinnen und Hörer zu wecken, zu unterhalten und mit allen wichtigen Informationen für den Tag zu versorgen. Mit der richtigen Mischung aus harten Fakten, guter Laune, Unterhaltung und Comedy, wobei sie das Verhältnis zwischen Distanz und Nähe zu den Hörerinnen und Hörern stets austarieren und damit Glaubwürdigkeit vermitteln.

Bestes Nachrichten- und Informationsformat

Ausgezeichnet werden können alle Informations- und Nachrichtenformate, die das Zeitgeschehen - in Gesellschaft und Politik, in der Region und in Deutschland, im nationalen und/oder im internationalen Bezug - aufgreifen, plausibel aufbereiten und formatgerecht vermitteln. Dies soll faktengetreu und sachlich, sorgfältig und kompetent, verständlich und hörernah geschehen, bei klar erkennbarer Grundierung durch eine moderne, zielgruppenorientierte Präsentation.

Beste Reportage

Ausgezeichnet werden können Reportagen aus allen Alltagsbereichen, die ihr Thema lebendig und informativ einfangen und dabei eine hohe Intensität und Präsenz aufbauen. Dazu zählen auch herausragende investigative Recherche-Leistungen von Reporterinnen und Reportern oder Autorinnen und Autoren. Zugelassen sind sowohl eigenständige Beiträge bis zu einer halben Stunde als auch in Tagesformate und Magazine eingebettete kürzere Formen, die Sachverhalte und Geschehnisse mit dem klassischen Spektrum der Reportageelemente anschaulich wiedergeben.

Bestes Interview

Ausgezeichnet werden können sämtliche Gesprächsformen im Radio. Die Formen können kurz oder lang sein, vom Entertainment-Talk bis zum hintergründigen Interview reichen, die Themen können alles umfassen - von Pop bis Politik. Die Hörerinnen und Hörer erfahren nicht nur thematisch Neues, sondern erhalten auch Einblicke in das Handeln und Denken des Gesprächspartners.

Beste Sendung

Ausgezeichnet werden können Sendestrecken von der Radioshow am Nachmittag, der Sportsendung, dem Wochenendmagazin bis zu den verschiedenen Formen von Musiksendungen, die als moderne Trendsetter und Impulsgeber maßgeblich zum Erfolg des gesamten Programms beitragen. Sie sollen darüber hinaus die Hörerinnen und Hörer auf inspirierende Weise begleiten und sich durch eine kompetente, hörernahe Moderation auszeichnen.

Beste Innovation

Ausgezeichnet werden können Initiativen und Realisierungsformen eines redaktionell gestalteten Radioprogramms, die moderne Möglichkeiten medialer Darstellung innovativ und kreativ nutzen. Hierbei kann es sich um eine besonders gelungene Verknüpfung von Programm und digitaler Technik, um crossmediale Angebote oder die intelligente Nutzung sozialer Netzwerke handeln. Die Angebote zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass sie digital sozialisierte Zielgruppen in deren Nutzungsgewohnheiten zu erreichen und für das Medium Radio zu begeistern wissen.

Beste Programmaktion

Ausgezeichnet werden können herausragend realisierte Interaktionsinitiativen - von Call-in-Aufrufen bis zu Hörerinnen- und Hörerrunden unf Off-Air-Aktionen - sowie besondere Ideen, mit denen Radio die Hörerinnen und Hörer zu Wort kommen lässt, mit ihnen in Dialog tritt, sie selbst zum Teil der Sendung werden lässt und an das Programm bindet.

Bester Newcomer

Ausgezeichnet werden können jüngere Radio-Talente in den ersten fünf Jahren ihrer beruflichen Tätigkeit, die sich als Moderatorinnen und Moderatoren, Reporterinnen und Reporter oder on air hörbare Autorinnen und Autoren, allein oder im Team, durch besondere Qualitäten wie Kreativität, Spontaneität, Hörernähe, Emotionalität, Witz beziehungsweise besonders guten Einsatz von Stimme und Sprache auszeichnen und somit als Hoffnungsträgerinnen und Hoffnungsträger ihrer Sender gelten.

Stand: 28.03.19 06:00 Uhr