Deutscher Radiopreis 2021: Oerding und Weiss

Johannes Oerding & Wincent Weiss: Zuversicht hoch zwei

Johannes Oerding und Wincent Weiss © Universal Music Group Foto: Ben Brauers

Gute Kollegen und enge Freunde: Johannes Oerding und Wincent Weiss

Mit der Wahl ihres Duetts "Die guten Zeiten" zum EM-Song 2021 hat das Erste vor allem dem ehemaligen Kreisliga-Kicker Johannes Oerding einen Kindheitstraum erfüllt. "Der Song feiert die Freude und das Gefühl, für etwas gemeinsam zu brennen", erklären beide Musiker.

Früher Schülerband, heute Festivalbühnen

Für den Traum, auf der Bühne zu stehen, brennt Johannes Oerding schon deutlich länger als sein Kumpel - und das nicht nur, weil er altersmäßig elf Jahre Vorsprung hat. Gesungen hat er schon immer und überall: im Pfadfinderlager, in der Umkleidekabine seines Fußballclubs, mit seinen vier Geschwistern, in einer Schülerband. Auf einem Stadtfest wurde der 17-Jährige entdeckt und pendelte fortan vom BWL-Studium in den Niederlanden zu den Studio-Sessions in Hamburg. Zwischen den ersten Auftritten und dem ersten Album vergingen noch zehn Jahre. Die erste Tour war dann aber auch direkt ausverkauft, Johannes Oerding umgehend eine feste Größe in der deutschen Musikszene.

Oerding & Weiss - "Die guten Zeiten"
Gut gelaunt in die Radiopreis-Gala: Johannes Oerding und Wincent Weiss starteten zusammen mit der NDR Bigband in den Abend.

Lieblinge der Radiohörer:innen

Wincent Weiss tritt in Grifhorn live auf. © NDR Foto: Mirko Hannemann

Kreisch-Alarm in der ersten Reihe: Wincet Weiss live.

Als sein Debüt-Album "Erste Wahl" 2009 auf den Markt kam, war der damals 16-jährige Gymnasiast Wincent Weiss gerade damit beschäftigt, die erste eigene Wohnung mit Leben zu füllen - und mit Mitschülern, die Tag und Nacht bei ihm ein und aus gingen. Eher zufällig entdeckte er Akustik-Versionen bekannter Songs im Internet und begann, sich Gitarre spielen selbst beizubringen. Privat hört der gebürtige Schleswig-Holsteiner bis heute vor allem Metal - ausdrücken kann er sich aber am besten im Deutsch-Pop. 2013 machte er in einer TV-Castingshow erstmals auf sich aufmerksam. Zur selben Zeit veröffentlichte sein späterer Duett-Partner das dritte Album und trat im Vorprogramm von Joe Cocker auf.

In den folgenden Jahren waren neben Hits von Johannes Oerding wie "Alles brennt" oder "Wenn du lebst" zunehmend auch Wincent-Weiss-Songs im Radio zu hören, darunter "Musik sein" und "Feuerwerk". Und so sehr sich der heute 28-Jährige darüber freut, wenn seine Fans diese mitsingen, so unangenehm war es ihm anfangs, sich selbst im Radio zu hören: "als wäre die eigene Stimme auf dem Anrufbeantworter."

Zusammen unterwegs, zusammen auf der Bühne

Die Musiker Johannes Oerding, Wincent Weiss und Adel Tawil bei der Eröffnung der Radiopreis-Gala in der Elbphilharmonie in Hamburg. © Deutscher Radiopreis Foto: Philipp Szyza

2017 standen Johannes Oerding und Wincent Weiss zusammen mit Adel Tawil auf der Radiopreis-Bühne.

"Und irgendwann kreuzt sich der Weg" hieß es schließlich in Oerdings Hit-Single "Kreise" ebenso wie für die beiden Musiker, als sie sich vor zwei Jahren bei einer TV-Musikshow trafen und immer enger anfreundeten. Ihre "Bromance" ist inzwischen schon legendär und wurde bei gemeinsamen Auftritten, Drehs und Trips über die iberische Halbinsel oder an die Nordsee weiter zelebriert. Dabei entstand auch ihr gemeinsamer Erfolg "Die guten Zeiten". Beim Deutschen Radiopreis am 2. September präsentierten sie den Titel dort, wo sie sich am wohlsten fühlen: auf der Bühne, in Hamburg - zusammen mit der NDR Bigband.

Stand: 19.08.21 06:00 Uhr