Die Nominierungen für den Deutschen Radiopreis 2026

Das Ziel aller Nominierten: Das Musical Theater an der Elbe in Hamburg.
© Stage Entertainment/Mac Matzen

Lauter Jubel im Studio, Freudentänze um den Schreibtisch herum oder Konfettiregen in der Redaktionskonferenz – solche Szenen spielten sich in vielen Radiosendern Deutschlands ab. Denn die Nominierten für den Deutschen Radiopreis 2026 stehen fest. Damit ist klar, welche Moderator:innen, Reporter:innen und Programmmacher:innen am 10. September bei der Verleihung in Hamburg mitfiebern dürfen und Chancen auf die wohl begehrteste Auszeichnung der Branche haben.

139 Programme beteiligen sich am Wettbewerb

Im Finale stehen herausragende Leistungen, beispielhafte Ideen und besonders mitreißende Hörerlebnisse. Aus 430 Bewerbungen haben die unabhängigen Medienexpert:innen der Nominierungskommission auswählen müssen. In neun Preiskategorien haben es jeweils drei Teams in die Endrunde geschafft. Schon allein die Nominierung ist für die jeweiligen Sender ein großer Erfolg und eine besondere Wertschätzung für die engagierten Menschen in den Redaktionen und Sendestudios.

Große Bühne für die Stimmen am Mikro

Jule Blaase und Celina Pege von 1LIVE vom WDR sind für ihre Morgenshow nominiert.
© WDR/Annika Graeff

Besonders im Fokus stehen natürlich die Nominierungen in der Kategorie „Beste Morgensendung“ – der Primetime des Radios. Hier haben in diesem Jahr vor allem die jungen Wellen die Medienexpert:innen überzeugt. Chancen auf die Auszeichnung haben „ENERGY am Morgen“ mit Anna Gutenmorgen und Benjamin Kloß,  „1LIVE Pegel & Blaase“ mit Celina Pegel und Jule Blaase sowie „Die N-JOY Morningshow“ mit Martina Schönherr und Gregor Bogowicz. Mindestens ebenso spannend ist Frage, bei welchem Sender herausragende Radiotalente on air sind. In der Kategorie „Beste:r Moderator:in“ dürfen Holger Ponik von NDR 2, Evren Gezer von HIT Radio FFH und Kim Brucksch von Antenne Niedersachsen auf den Deutschen Radiopreis hoffen. Im Rennen um die „Beste Sendung“ sind in diesem Jahr eher experimentelle Radioshows: So hat Radio Gong 96.3 den Comedians Michael „Bully“ Herbig und Rick Kavanian das Mikro in der „Mike Thiel Show“ überlassen. Im Rahmen eines Radiotags hat das Team von baden.fm Kinder das Programm gestalten lassen. Und bei COSMO vom WDR hat Content-Creatorin und Sängerin Hami „Die Beste Radioshow Ever“ moderiert.

Würdigung für gute Ideen und Einfallsreichtum

John Ment und Christian Stübinger von Radio Hamburg haben Chancen auf den Preis für das „Beste Entertainment“.
© Radio Hamburg

Besonders vielseitig präsentieren sich die Nominierten in der Kategorie „Bestes Entertainment“: Radio Hamburg hat aus einer Studio-Diskussion über männliche Selbstüberschätzung „Die ‚John Ment landet ein Flugzeug‘-Challenge“ gemacht. Kolja Fach von Bremen Zwei wiederum hat sich mit seinen unterhaltsamen Aufregern über den alltäglichen Druck und Unsinn unserer Leistungsgesellschaft ins Finale geschimpft. Und NDR 2 lässt Bjarne Mädel und Olli Dittrich als schwierige Nachbarn in „Barmbek Bump“ aufeinander los. Auch die Kategorie „Beste Programmaktion“ macht deutlich, mit welch kreativen Ideen und höchst unterschiedlichen Ansätzen die deutschen Sender ihre Hörer:innen zum Mitmachen bewegen können: Das NRW-Lokalradio ANTENNE MÜNSTER ließ sich die Lieblingstreffpunkten seiner Hörer:innen zeigen und sendete von dort aus „Die ANTENNE MÜNSTER Lokalrunde“. HITRADIO OHR und das Schwarzwaldradio wiederum stimmten ihre Hörer:innen mit dem „Schwarzwald Adventskalender“ auf Weihnachten ein. Und MDR Kultur erinnerte sechs Wochen lang an den Wendesommer 1990 – und ließ dabei neben zahlreichen Zeitzeug:innen und Künstler:innen auch die Hörer:innen mit ihren persönlichen Erlebnissen und Geschichten zu Wort kommen. In der Kategorie „Bestes Musikformat“ setzte R.SA ebenfalls auf die Unterstützung seiner Hörer:innen: Der Sender aus Sachsen bereitete ihnen und den ganz persönlichen Versionen ihrer Lieblingshits eine on air-Bühne. ANTENNE BAYERN begleitete zusammen mit dem Oktoberfest bayerische Bands und Kapellen auf dem Weg ins Rampenlicht – bei der Suche nach einem „Liad für Bayerns Volksfeste und d’Wiesn“. Und radio ffn aus Niedersachsen überzeugte die Nominierungskommission mit „Woher kenn ich das?“ – ein Wissenssnack, der schnell erklärt, warum neue Songs manchmal so vertraut klingen.

Auszeichnung für journalistische Glanzlichter

Melina Sander von KISS FM könnte für das „Beste Interview“ ausgezeichnet werden.
© Christoph Kassette

Darüber hinaus rückt der Deutsche Radiopreis auch starke Recherchen und journalistische Leistungen ins Rampenlicht. In der Kategorie „Beste Reportage“ ist Bremen Next von Radio Bremen mit einem Podcast über Gewalt im Amateurfußball nominiert. Deutschlandfunk Nova wiederum geht der Frage nach, warum sexualisierte Gewalt an Schulen lange nicht ernst genommen wurde. Und COSMO vom WDR arbeitet den Mord an einem Gesundheitsmanager in den USA und das anschließende Echo in den sozialen Medien auf. In der Kategorie „Bestes Informationsformat“ wetteifern Radio Gong 96.3 mit einem Radio-Duell zur Oberbürgermeister-Stichwahl in München um die Auszeichnung – neben der aufwendigen WDR 2-Recherche „INSIDE CumEx“ zum größten Steuerskandal der deutschen Geschichte, und neben dem hintergründigen Newsformat „Unboxing News“ von Deutschlandfunk Nova zur Minengefahr in der Straße von Hormus. Besonderes Fingerspitzengefühl für gute Geschichten und Einfühlungsvermögen in das Gegenüber werden mit der Auszeichnung für das „Beste Interview“ gewürdigt: Hier hat Melina „MILLE“ Sander von KISS FM die Medienexpert:innen mit ihrer Begegnung mit Rapper Disarstar beeindruckt. Julica Goldschmidt von baden.fm wiederum ist für ihre Gespräche mit einem Unfallopfer und seinen Ersthelfern nominiert. Und N-JOY und der BR sind mit dem Format „Deutschland3000“ und einem Interview mit einem Überlebenden des rassistischen Anschlags von Hanau ins Finale eingezogen.

Besondere Spannung bei Nachwuchstalenten

Kreativität, Spontanität, Hörer:innennähe, Emotionalität oder Witz sind in der Kategorie „Beste:r Newcomer:in“ gefragt. Um das Engagement der Nachwuchstalente besonders zu würdigen, sind 15 von ihnen zur Radiopreis-Verleihung nach Hamburg eingeladen worden. Am 10. September wird Moderatorin Katrin Bauerfeind sie live auf der Bühne im Musical Theater an der Elbe begrüßen. Welche prominenten Laudator:innen und welche Showacts die Verleihung im Hamburger Hafen zu einem unvergesslichen Abend machen werden, wird in den kommenden Wochen bekannt gegeben. Musikfans und Radioliebhaber werden die Show wie gewohnt im Online-Stream sowie live auf vielen Radioprogrammen miterleben können.

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Alle Nominierungen im Überlick

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Die Nominierungskommission haben sie schon überzeugt: Die Finalist:innen 2026. Am 10. September dürfen sie auf die begehrteste Auszeichnung im deutschen Radio hoffen.

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Wiedersehen mit dem Radiopreis-Dreamteam

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Katrin Bauerfeind begrüßt am 10. September Stars und Nominierte in Hamburg. Thorsten Schorn kommentiert die Show bundesweit im Radio.

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