Nominiert in der Kategorie „Bestes Interview“
In der Kategorie „Bestes Interview“ können sämtliche Gesprächsformen im Radio bzw. Podcast ausgezeichnet werden, die durch journalistische Kompetenz, inhaltliche Tiefe und eine besondere Gesprächsführung überzeugen. Die Formen können kurz oder lang sein, vom Entertainment-Talk bis zum hintergründigen Interview reichen, die Themen können alles umfassen – von Pop bis Politik. Die Hörer:innen erfahren nicht nur thematisch Neues, sondern erhalten auch Einblicke in das Handeln und Denken des Gesprächspartners. Bewertet werden insbesondere die Struktur und Dramaturgie des Gesprächs, die Relevanz der Fragestellung, die Fähigkeit der Interviewführung, Inhalte zu vertiefen, nachzufragen und neue Erkenntnisse zu ermöglichen, die Nachvollziehbarkeit für die Hörer:innen sowie die journalistische Fairness und Unabhängigkeit. In dieser Kategorie ist ebenso die Einreichung von Podcasts zugelassen.
Nominiert für den Deutschen Radiopreis 2026 sind:
baden.fm – „Plötzlich tot – erste Hilfe, zweite Chance“
Julica Goldschmidt

© baden.fm
Ein Sommerabend in Freiburg wird für einen 41-jährigen Radfahrer zum Kampf um Leben und Tod. Mehrere Ersthelfende, darunter baden.fm-Programmchefin Stefanie Nachtigall, reanimieren ihn über elf Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Im Podcast spricht Moderatorin Julica Goldschmidt mit dem Betroffenen und der Ersthelferin über das Erlebte, die Bedeutung von Erster Hilfe und den Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft.
N-JOY (NDR) & BR gemeinsam für die ARD – „Deutschland3000. Er überlebte Hanau 2020: Was haben wir gelernt, Said Etris Hashemi?“
Eva Schulz und Isabella Huber

© NDR
Sechs Jahre nach dem Anschlag in Hanau zieht „Deutschland3000 mit Eva Schulz“ Bilanz: Was haben wir gelernt? Überlebender Said Etris Hashemi schildert seine Sicht auf mögliche Versäumnisse der Behörden und seine Suche nach Gerechtigkeit. Das Gespräch trägt zu einer Erinnerungskultur bei, die über das bloße Gedenken hinausgeht – und zu Überlegungen über Lehren für die Zukunft anregt. Für diese gründliche Aufarbeitung sind Eva Schulz und Isabella Huber nominiert.
KISS FM – „MILLE MEETS DISARSTAR“
Melina Sander

© Christoph Kassette
„MILLE MEETS“ ist das Deutschrap Format auf KISS FM, multimedial als Radioshow, (Video)Podcast und Audioformat aufbereitet. Mille spricht mit Newcomern, Hintergrundakteuren und Legenden auf Augenhöhe. Die Verbindung aus Szene Nähe, journalistischer Tiefe und digitaler Erzählkraft zeichnen dieses Format aus. In der eingereichten Folge mit Rapper Disarstar entsteht ein ehrliches Gespräch über Elternschaft, Straftaten und Selbstfindung – nahbar und relevant, mit viel Feingefühl und viel Ehrlichkeit.
Weitere Informationen
Alle Nominierungen für den Deutschen Radiopreis 2026
Die Nominierungskommission haben sie schon überzeugt: Die Finalist:innen 2026. Am 10. September dürfen sie auf die begehrteste Auszeichnung im deutschen Radio hoffen.
Mehr