Glanzvolle Radiopreis-Premiere in Hamburg

Glanzvolle Radiopreis-Premiere in Hamburg

Hans-Dietrich Genscher mit Preisträger Jens Schellhass und Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein  Fotograf: Marco Maas

Hans-Dietrich Genscher lieferte einen der bewegendsten Augenblicke des Abends.

Das war grandios! Da waren sich alle Beteiligten einig. Die Premiere des Deutschen Radiopreises im Schuppen 52 im Hamburger Hafen war ein voller Erfolg. Gemeinsam mit vielen Partnern haben private und öffentlich-rechtliche Radioanbieter das Medium endlich einmal ins Rampenlicht gerückt.

Über 700 Gäste erlebten starke Show-Acts, glückliche Preisträger, tolle Laudatoren und eine unterhaltsame Show, die Katrin Müller-Hohenstein souverän und unglaublich sympathisch moderierte. Gab es einen Höhepunkt des Abends? Nein, es gab zahlreiche Höhepunkte. Aber es gab einen Augenblick, der den ganzen Zauber des Abends fokussierte. Das war der Moment, als Superstar Phil Collins das gläserne Studio auf der rechten Seite betrat, in dem Thomas Mohr (NDR 2) und Susanka Bersin (bigFM) die Radioübertragung der Gala moderierten. Der ganze Charme dieses unmittelbaren, spontanen Mediums wurde in der lockeren Unterhaltung "live on air" deutlich.

Die Höhepunkte der Show

Es war ein Abend, der viel Unterhaltsames bot, vor allem natürlich die hochklassigen Musikacts mit Phil Collins, der drei Songs aus seinem aktuellen Album vorstellte. Auch Silbermond, Adel Tawil, Jason Derulo und Grand-Prix-Lena traten auf. Letztere sang ein Medley aus ihrem Siegertitel in Oslo "Satellite" und der aktuellen Single "Touch A New Day". Dazu gab es Nachdenkliches und wahrlich bewegende Momente, etwa als der legendäre Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher an die erste Radio-Reportage erinnerte, die er im Radio gehört hatte: den Boxkampf Joe Louis gegen Max Schmeling 1936.

Ein Abend für die Menschen, die täglich fürs Radio arbeiten

Radiopreis-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein am 17. September 2010 in Hamburg. © NDR Fotograf: Marco Maas

Katrin Müller-Hohenstein führte sehr lebendig und souverän durch den Abend.

Auch Katrin Müller-Hohenstein erwies sich als Volltreffer - ihre unbestritten erfrischende Präsenz auf der Bühne konnte sie bestens kombinieren mit ihren Erfahrungen als Radiomacherin. Alles in allem war es ein unglaublich gelungener Abend für das Radio und die Menschen, die täglich dafür arbeiten. So gab es bei Machern und Gästen an diesem Abend große Worte. "Es ist gut, dass die Leistungen des Mediums Radio gewürdigt wurden", sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Christoph Ahlhaus in seiner Ansprache.

Radio hat Superstarpotenzial

Auch der Vorsitzende der ARD, SWR-Intendant Peter Boudgoust, freute sich über den Preis. "Mit dem Deutschen Radiopreis bekommt Radio - und vor allem die Macher - die Aufmerksamkeit, die sie verdienen". Ähnlich äußerte sich auch Gert Zimmer, Geschäftsführer von RTL Radio Deutschland. "Der Deutsche Radiopreis ist eine verdiente Würdigung der täglichen Arbeit der Macher in den Sendern und verdeutlicht das Superstarpotenzial des Mediums", so Zimmer. "Der größte Gewinner ist das Medium Radio", freute sich auch Joachim Knuth, NDR Programmdirektor Hörfunk.

Mehr als 26 Radiosender live dabei

Die erste Verleihung des Deutschen Radiopreises war ein trimediales Projekt: Zeitgleich haben über 26 Radiosender sowie Webradios die Gala übertragen. Parallel war die Veranstaltung als Live-Videostream im Internet zu sehen. Ab 24 Uhr gab es dann eine zeitversetzte Übertragung des NDR Fernsehens.