Jubel beim Deutschen Radiopreis 2026: Hamburg feiert die Stimmen des Jahres

 

Die Preisträger:innen, Laudator:innen und Showacts beim Deutschen Radiopreis 2026.
© DRP/Hüllenkremer

Die Atmosphäre ist ausgelassen an diesem Abend in Hamburg: Mehr als 1.000 Gäste sind gekommen, um das Medium Radio zu feiern. Der 17. Deutsche Radiopreis wurde dieses Jahr im Musical Theater an der Elbe verliehen. Erneut hob er den Vorhang für die Menschen, die die Radiowellen jeden Tag mit Leben füllen und aus ihnen einen Begleiter machen, der morgens wachmacht, informiert, unterhält – und immer wieder Überraschungen bereithält.

Zum vierten Mal waren Katrin Bauerfeind und Thorsten Schorn das Dreamteam des Abends. Während Bauerfeind die Zuschauer:innen vor Ort durch die Show führte, kommentierte Schorn die Veranstaltung live im Radio. Souverän, stets mit einem Witz auf den Lippen und höchst unterhaltsam.

Unerwartete und berührende Momente

Michael „Bully“ Herbig wurde bei seinem Auftritt in München von Katrin Bauerfeind überrascht.
© DRP Szyza

Überraschung des Abends: Ein spontaner Videoanruf nach München. Am anderen Ende nimmt Michael „Bully“ Herbig ab, der gerade eine Liveshow spielt – und sich plötzlich und völlig unvorbereitet für den Preis „Beste Sendung“ mit seinem Takeover auf Gong 96.3 bedanken darf.

Doch es wird auch ernst an diesem Abend. In Gedenken an den verstorbenen Moderator Rik De Lisle hält das Publikum inne. Popsänger Rea Garvey war mit „dem alten Ami“ befreundet und widmet ihm, sichtlich gerührt, Worte zum Abschied. Es sei schwer, die richtigen Worte zu finden – „aber nichts zu sagen, ist auch keine Option. Rik tanzte über die Radiogrenzen hinweg.“ Riks Sohn Bill nahm den Ehrenpreis für seinen verstorbenen Vater entgegen.

Rea Garvey, Zah1de und mehr: Musik-Acts sorgen für Highlights

Das Publikum bekommt an diesem Donnerstabend viel geboten: Rock-Legende Peter Maffay singt gemeinsam mit Johannes Oerding „Dir gehört die Welt“ und auch die Electro-Überflieger von Fast Boy, Lucas und Felix Hain aus Berlin, bringen den Saal zum Beben.

Und damit nicht genug – Tiffany Aris präsentiert ihren Song „Vertigo“ und TikTok-Überfliegerin Zah1de sorgt für eine Premiere: Sie ist gerade 16 Jahre alt geworden und damit die jüngste Künstlerin, die je auf der Bühne des Radiopreises gestanden hat. Später erfreut auch Radio-Liebling Rea Garvey seine Fans mit einem Auftritt. Er präsentiert ein Medley aus den drei Songs „Kiss Me“, „Is It Love“ und seiner neuen Single „Rivers“ gemeinsam mit Rapper Imran – und wird dafür mit tosendem Applaus belohnt.

„Beste Morgensendung“ geht an Jule Blaase und Celina Pegel

Jule Blaase und Celina Pagel
Jule Blaase und Celina Pagel erhalten die Auszeichnung für die beste Morningsendung des zurückliegenden Jahres. Und die läuft auf 1LIVE vom WDR!
© DRP Szyza

Inmitten der Musik-Acts kamen natürlich auch die Jury-Entscheidungen nicht zu kurz. Den Preis in der Kategorie „Beste Morgensendung“ räumen in diesem Jahr Jule Blaase und Celina Pegel von 1LIVE ab, feierlich überreicht von Laudator Johannes Oerding. Ihre Show „1LIVE Pegel und Blaase“ lebe von einer besonderen Chemie: „Anarchisch genug, um die Atmosphäre eines spontanen, ungefilterten Freundinnen-Plausches zu vermitteln; gleichzeitig so professionell, dass die Relevanz der Inhalte nie auf Kosten der Lockerheit geht“, findet die Jury. Mit ihrer mitreißenden Energie hätten Blaase und Pegel die fünf frühen Stunden ihrer Show authentisch, frisch und nahbar zu ihrem eigenen Ding gemacht.

Evren Gezer bekommt Preis als „Beste:r Moderator:in“

Evren Gezer von HIT RADIO FFH ist die beste Moderatorin.

Thorsten Schorn schlüpft kurzerhand von der Rolle des Moderators in die Rolle des Laudators und zeichnet Evren Gezer von HIT RADIO FFH aus: In der Kategorie „Beste:r Moderator:in“ sahnt sie den heiß begehrten Preis ab. „Evren Gezer ist eine Radio-Moderatorin, wie man sie sich wünscht. Sie geht ganz natürlich mit ihren Hörerinnen und Hörern um, sie zeigt Ecken und Kanten – lange bevor die Branche angefangen hat, genau danach zu suchen“, begründet die Jury ihre Entscheidung. In Istanbul geboren, in Hessen zu Hause, habe Gezer alles, was exzellentes Radio braucht: Haltung, Herz und Persönlichkeit.

Sina Wende wird „Beste:r Newcomer:in“

Herausragendes Nachwuchstalent: Sina Wende erhält den Preis in der Kategorie „Beste:r Newcomer:in“.

Von der versierten TV-Sportjournalistin zur prägenden neuen Stimme im Radio innerhalb kürzester Zeit: Das ist der beeindruckende Weg von Bayern-1-Moderatorin Sina Wende. „Eine dreistündige Live Bundesliga-Show im Radio ohne Vorerfahrung als Hauptmoderatorin zu führen, erfordert höchste Spontaneität, schnelles Reaktionsvermögen und fundierte Fachkenntnis. Mit ihrer mitreißenden Art, ihrer Fachkompetenz und ihrer natürlichen Nähe zum Publikum ist sie eine echte Bereicherung für die Hörfunklandschaft“, so die Grimme-Jury. Überreicht wurde ihr der Preis als „Beste:r Newcomer:in“ von Maren Brand, der Gewinnerin des letzten Jahres.

Es war ein außergewöhnlich runder Abend in Hamburg, den besonders die lockere Stimmung prägte: Es wurde gelacht, geklatscht – und ausgelassen getanzt.

Weitere Informationen

Susanne Daubner und Massimo Bognanni

Die Preisträger:innen des Deutschen Radiopreises 2026

Mit ihren Ideen, ihrer Begeisterung und ihrem Engagement haben sie Jury überzeugt: Die Preisträger:innen des Deutschen Radiopreises 2026.

Galerie
Peter Maffay und Johannes Oerding

Peter Maffay und Johannes Oerding - "Ein Leben lang ist nicht lang"

Die erste Single aus dem gemeinsamen Album "Nashville" von Peter Maffay und Johannes Oerding.

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Fast Boy - "Music Sounds"

Fast Boy - "Music Sounds"

Felix und Lucas Hain sind mit einem neuen Track zum Deutschen Radiopreis gekommen: "Music Sounds".

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Zah1de

Zah1de - "Mona Lisa Motion"

Mit ihren Dance-Videos hat Zah1de bei TikTok eine gewaltige Fangemeinde aufgebaut - zurecht, wie sich beim Radiopreis zeigt.

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