radiopreis

Nominiert in der Kategorie "Beste Reportage"

In der Kategorie "Beste Reportage" ausgezeichnet werden können Reportagen mit dichter Atmosphäre und anschaulichen und farbigen Schilderungen, die sämtliche Themen umfassen können, auch unterhaltsame Stoffe – ob spontan live oder kunstvoll gebaut, ob mit O-Ton oder mit ausgewählten Zitaten, ob kurz oder lang, ob impulsiv oder nachdenklich. Einbezogen in diese Kategorie sind auch eigene und investigative Recherche-Leistungen eines Radio-Autors oder -Teams, ohne die politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich bedeutsame Vorgänge und Ereignisse nicht ans Licht gekommen wären.
Laudator in der Kategorie "Beste Reportage" war Giovanni di Lorenzo.

Nominiert sind:

Bayrischer Rundfunk,  Bayern 2  "Notizbuch"
Nils Kopp
"Wieder leben lernen – ein Schädel-Hirn-Trauma und seine Folgen"

Nils Kopp, Bayern 2 Notizbuch, nominiert in der Kategorie "Beste Reportage" © BR / Theresa Högner

Nils Kopp, Bayern 2 Notizbuch, nominiert in der Kategorie "Beste Reportage".

Einmal kurz ausgerutscht und unglücklich auf den Kopf gefallen. Dem BR-Journalisten Nils Kopp ist dies passiert. Er zog sich ein schweres Schädel-Hirn-Trauma zu, das alles veränderte: Jede Bewegung, viele Worte musste er wieder lernen – ein langer Kampf. Zwei Jahre nach dem Unfall schafft er es, von seinen Erfahrungen zu berichten. Für das Feature "Wieder leben lernen" befragte er seine Frau, Kollegen und Ärzte, und er erzählt persönlich und offen, was sich geändert hat und was wahrscheinlich für immer anders bleiben wird.

Norddeutscher Rundfunk, NDR Info
Kathrin Erdmann
"Enis wünscht sich ein Schreibpult"

Kathrin Erdmann, NDR Info, nominiert in der Kategorie "Beste Reportage" © NDR Info

Kathrin Erdmann, NDR Info, nominiert in der Kategorie "Beste Reportage".

Kathrin Erdmann schafft es, ein wichtiges und aktuelles Thema in einer sehr persönlichen Reportage erlebbar zu machen. Migranten haben in Deutschland schlechte Bildungschancen. Kathrin Erdmanns Reportage über den Kosovaren Enis zeigt beispielhaft, warum das so ist. Es ist nicht das Spektakuläre, es ist die Schilderung der erschreckenden Normalität im Alltag einer Immigrantenfamilie, die diese Reportage hörenswert macht. Kathrin Erdmann ist es gelungen, in ein Milieu vorzudringen, das deutschen Reportern normalerweise verschlossen bleibt.

Diese Reportage hat viele Hörerreaktionen ausgelöst. NDR-Kolleginnen und -kollegen haben anschließend Geld gesammelt und Enis das ersehnte Schreibpult geschenkt. 

Südwestrundfunk, SWR2 Wissen
Esther Saoub und Martin Durm
"Tahrir-Befreiung. Ägypter erobern ihr Land zurück"

Esther Saoub und Martin Durm, SWR2 Wissen, nominiert in der Kategorie "Beste Reportage" © SWR2

Esther Saoub (li.) und Martin Durm, SWR2 Wissen, nominiert in der Kategorie "Beste Reportage".

Es war eine der friedlichsten Revolutionen der arabischen Welt. Nach Jahrzehnten der Unterdrückung revoltierten Millionen Ägypter gegen die Diktatur im eigenen Land. Die alten Kräfte kämpften mit Polizei und Schlägertrupps gegen die eigene Bevölkerung. Hunderte starben, Tausende wurden verletzt. Doch die Brutalität des Mubarak-Regimes reichte nicht aus, um die Demokratiebewegung Ägyptens unterzukriegen. Esther Saoub und Martin Durm haben die Revolution auf dem Tahrir-Platz und in den umliegenden Straßen erlebt, mitten unter den Menschen.

Preisträgerin

Beste Reportage: Kathrin Erdmann (NDR Info)

Die Jury lobt die "umfassende Rechercheleistung" und das "große Engagement" der Autorin bei ihrem Porträt des 13-jährigen Kosovaren Enis.

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Laudator

Porträt: Giovanni di Lorenzo

Der Chefredakteur und Herausgeber ist einer der prägenden Journalisten Deutschlands. Beim Deutschen Radiopreis 2011 überreichte er den Preis in der Kategorie "Beste Reportage".

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Weitere Informationen

Die Nominierten des Deutschen Radiopreises 2011

Drei Bewerber pro Kategorie standen in der engeren Auswahl für die begehrte Auszeichnung. Hier lesen Sie, welche Kandidaten für den Deutschen Radiopreis nominiert waren.

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